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Schulsozialarbeit an der Peter Joseph Lenné Oberschule mit Grundschulteil Hoppegarten

Herr Jochen Müller

v. Canstein-Str. 2

15366 Hoppegarten

 

Telefon: 03342-300 666

Fax: 03342-366 828

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Schulsozialarbeit an der Gebrüder-Grimm-Grundschule Hönow

Herr Sascha Köhler

Kaulsdorfer Str. 15-21

15366 Hoppegarten OT Hönow

 

Telefon: 030 / 99 27 43 41

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Konzeption Schulsozialarbeit Gebrüder-Grimm-Grundschule

 

 

 

Kontakt:

 

Schulsozialarbeit an der

 Gebrüder-Grimm-Grundschule

Kaulsdorfer Str. 15-21

15366 Hoppegarten

 

Telefon: 030/99 27 43 41

Mobil:  0151/57202372

E-Mail:

Internet: www.schulsozialarbeit-hoppegarten.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand: 18.07.2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

 

 

 

 

Einleitung/Historie                                                                                                       Seite 3

 

 

Situation und Rahmenbedingungen                                                                              Seite 3

                                                                                 

 

Grundsätze der Schulsozialarbeit                                                                                 Seite 4

 

 

Zielgruppen der Arbeit                                                                                                Seite 5

 

 

Arbeitsschwerpunkte der Schulsozialarbeit                                                                   Seite 5

 

 

Erfolgsmerkmale der Schulsozialarbeit                                                                        Seite 7

 

 

Zielstellungen und Entwicklungspotenziale                                                                   Seite 7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einleitung/Historie

 

Die Gebrüder-Grimm-Grundschule befindet sich in Hönow. Hönow ist einer von drei Ortsteilen der Gemeinde Hoppegarten, die unmittelbar an den östlichen Stadtrand von Berlin grenzt. Hoppegarten ist zum überwiegenden Teil geprägt von materiellem Wohlstand mit einem hohen Bildungsanspruch. Signifikante Randgruppen oder Subkulturen spielen im öffentlichen Leben des Ortes kaum eine Rolle.

 

Die Grundschule in ihrer heutigen Form besteht seit dem Jahr 1992. Seit 1996 trägt sie den Namen „Gebrüder-Grimm-Grundschule“.

 

In der Gemeinde Hoppegarten gibt es eine weitere Schule, die Peter Joseph Lenné Oberschule mit Grundschulteil, an der es seit 1998 qualifizierte Schulsozialarbeit gibt.

 

Situation und Rahmenbedingungen

 

Die Schulsozialarbeit in der heutigen Form gibt es an der Gebrüder-Grimm-Grundschule seit dem Schuljahresbeginn 2012/2013. Die Schulsozialarbeit wird durch eine qualifizierte Fachkraft im Rahmen einer Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden abgesichert. Anstellungsträger ist die Gemeinde Hoppegarten, die auch gleichzeitig Schulträger ist.

 

Aktuell werden an unserer Schule insgesamt 348 Kinder im Alter von 5-13 Jahren von 19 Lehrerinnen unterrichtet (Stand Oktober 2013). Von den 348 Kindern sind 187 Mädchen und 161 Jungen.

In den kommenden fünf Jahren ist laut Schulbedarfsplanung[1] mit einem Anstieg der Schülerzahlen um ca. 200 Schüler zu rechnen, so dass dann etwa 530 Schüler an der Schule lernen werden.

 

Die wichtigsten rechtlichen Grundlagen für die Schulsozialarbeit sind das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII), das Bundeskinderschutzgesetz (BKschG) und das Schulgesetz des Landes Brandenburg. Fachliche Grundlagen der Arbeit bilden die Handlungsfelder für die Jugendarbeit in MOL, die Qualitätsstandards „Jugendhilfe an Schulen“ in MOL, die Stellenbeschreibung „Schulsozialarbeit an der Gebrüder-Grimm-GS Hönow in der Gemeinde Hoppegarten“, die Konzeption der Schulsozialarbeit sowie fachliche Standards der Sozialarbeit. Die Arbeit orientiert sich dabei unter anderem an den Empfehlungen des Landesjugendhilfeausschusses Brandenburg zur Sozialarbeit an Schulen vom August 2012.

 

Dem Mitarbeiter stehen ein Büro mit Telefon und PC sowie ein Internetanschluss zur Verfügung. Des Weiteren kann er einen Raum für Beratungen und Besprechungen nutzen, der allerdings gleichzeitig als Schulbucharchiv von der Schule genutzt wird. Der Mitarbeiter hat Zugang zu allen schulischen Räumen, die für ihn auch außerhalb der regulären Unterrichtszeit für die Arbeit nutzbar sind. Die Gemeinde Hoppegarten stellt dem Mitarbeiter eine eigene Haushaltstelle für Sachkosten, Weiterbildung etc. zur eigenen Bewirtschaftung bereit.

Der Mitarbeiter ist in der Regel in der Zeit von 9:00 bis 13:00 Uhr erreichbar. Diese Zeit wird zum überwiegenden Teil in der Schule abgeleistet. Der Anteil an außerschulischer Arbeit wird möglichst gering gehalten. Termine zu anderen Tageszeiten werden je nach Dringlichkeit und Bedarf wahrgenommen.

 

 

Grundsätze der Schulsozialarbeit

 

Die Grundhaltung der Fachkraft orientiert sich an den berufsethischen Prinzipien des Deutschen Berufsverbandes für Soziale Arbeit e.V. (DBSH).

 

Die Sozialarbeit unterbreitet eigenständige Angebote an das System „Schule“. Dabei handelt es sich nicht um untergeordnete oder nachrangige Angebote. Sozialarbeit und Schule sind gleichberechtigte, kompetente und professionelle Kooperationspartner. Grundsätzliche  Voraussetzung für eine gelingende Kooperation ist eine gegenseitige Akzeptanz der Aufträge, Ziele und Methoden sowie eine konstruktive Offenheit beider beteiligter Systeme.

 

Sozialarbeit an der Grundschule orientiert sich an den Lebenslagen und Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen. Schule wird als (mit)-zu-gestaltender Lebensraum begriffen. Jugendhilfe an Schule unterstützt die gemeinwesenorientierte Öffnung der Schule und die Nutzbarmachung der Ressourcen des Gemeinwesens für Schule. Die Sozialarbeit an Schule ist ein Ausdruck der Steigerung der Attraktivität des Schulstandorts. Vor dem Hintergrund regionaler, sozialräumlicher und lokaler Gegebenheiten und Bedarfslagen muss die Sozialarbeit eigenständige Schwerpunkte setzen. 

 

Methodische Grundsätze der Arbeit sind unter anderem Niederschwelligkeit, Freiwilligkeit, Neutralität, Ressourcenorientierung, Prozessorientierung und Systemorientierung.

 

Niederschwelligkeit bedeutet, dass die Fachkraft direkt an der Schule angesiedelt ist. Ihre Angebote können von allen Schülern, Lehrkräften und Eltern ohne Voranmeldung und mit möglichst geringen Wartezeiten genutzt werden.

 

Freiwilligkeit bedeutet, dass die Nutzung der Angebote grundsätzlich auf freiwilliger Basis erfolgt, da dies eine wichtige Grundlage für die Vertrauensarbeit ist.

 

Ausgenommen hiervon sind Interventionen in Fällen von akuter Kindeswohlgefährdung nach den gesetzlichen Maßgaben sowie bei körperlichen bzw. gesundheitsgefährdenden Auseinandersetzungen zwischen Schülern.

 

Neutralität bedeutet, dass die Fachkraft versucht, ihre neutrale Rolle aufrecht zu erhalten. Sie ist eine externe Fachkraft, die das System Schule kennt, aber berufseigenen Prinzipien folgt.

 

Ressourcenorientierung bedeutet, dass die Fachkraft mit den Stärken und Fähigkeiten der Klienten arbeitet und fördert so deren individuelle Lösungen.

 

Prozessorientierung bedeutet, dass die Fachkraft den SchülerInnen ein niederschwelliges und prozessorientiertes Beratungs- und Begleitungsangebot macht. Sie geht mit den SchülerInnen auf den Weg und sucht individuelle Lösungen. Währenddessen steht das Ergebnis nicht immer unmittelbar im Vordergrund.

 

Systemorientierung bedeutet, dass die Betrachtungsweise der Fachkraft nicht ausschließlich auf den Einzelnen, sondern auf das ganze System, in dem sich der Einzelne bewegt, bezogen ist. Daher setzt sich die Fachkraft konstruktiv mit Systemen wie Schule und Familie auseinander und bindet diese in die gemeinsame Arbeit ein.

 

 

 

Zielgruppen der Arbeit

 

Primäre Zielgruppe der Arbeit sind Kinder und Jugendliche vor dem Hintergrund des § 7 SGB VIII an bzw. im Umfeld von Schule. Es gibt keine Klientelgruppen, die in diesem Rahmen grundsätzlich von der Inanspruchnahme der Angebote der Sozialarbeit ausgeschlossen werden dürfen.

Angebote der Sozialarbeit können je nach Bedarf und Notwendigkeit auch an andere, sekundäre Zielgruppen, ergehen. Diese sind Eltern, Familienangehörige, Lehrer, pädagogische Fachkräfte aus dem Sozialraum, Vereine, ehrenamtliche Strukturen mit relevanten Angeboten für Kinder und Jugendliche, fachliche und politische Gremien und Entscheidungsträger.

 

 

Arbeitsschwerpunkte der Schulsozialarbeit

 

Grundsätzlich sind die Arbeitsschwerpunkte der Schulsozialarbeit sehr komplex. Folgende Eckpunkte dienen als Orientierung:

 

  1. Vermittlung der Grundnormen des menschlichen Miteinanders
  2. Mitwirkung an und Organisation von kooperativen Lern- und Arbeitsangeboten
  3. Mitwirkung an und Organisation von Angeboten der außerschulischen Bildung sowie soziokultureller Projekte
  4. Mitwirkung an und Organisation von unterrichtlichen oder außerunterrichtlichen Projekten im Hinblick auf die Vermittlung sozialer Kompetenzen
  5. Bearbeitung individueller oder gruppenbezogener Problemlagen
  6. Kurzfristige und längerfristige Beratung und Begleitung von Schülern, LehrerInnen, Eltern, Personensorgeberechtigten und anderen Familienangehörigen
  7. Mitwirkung in Gremien der Schule bzw. des Gemeinwesens
  8. Tätigkeit in relevanten Netzwerken
  9. Aufbau bzw. Entwicklung von wichtigen Kooperationen mit den unterschiedlichsten Partnern

 

 

Für die Schulsozialarbeit an der Gebrüder-Grimm-Grundschule lassen sich daraus folgende konkrete Arbeitsschwerpunkte ableiten:

 

  1. individuelle Beratung und Hilfe für SchülerInnen und bei Bedarf für Eltern und Personensorgeberechtigte in Krisensituationen hinsichtlich von Erziehungsfragen, Schulproblemen, persönlichen Problemen und ggf. Begleitung und Vermittlung zu weitergehenden Hilfeeinrichtungen wie dem ASD des Jugendamtes, der EZB oder anderen Hilfeeinrichtungen

 

  1. Kooperation mit der Schulleitung und den LehrerInnen bei unterrichtlichen oder außerunterrichtlichen Projekten im Hinblick auf die Vermittlung sozialer Kompetenzen, z.B. der gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung sozialer Trainingskonzepte für Klassen oder Gruppen oder für einzelne Kinder

 

  1. Regelmäßiger Austausch mit der Schulleitung im Hinblick auf schulorganisatorische Fragen und Angelegenheiten, Fragen des Kinderschutzes usw. durch:
    • fachliche Gesprächsrunden, in denen aktuelle und perspektivische Fragen zur Schulorganisation, einzelnen Schülern und Schülergruppen gemeinsam bearbeitet werden
    • Austausch zu schulpolitischen und kommunalpolitischen Entwicklungen im Zusammenhang mit schulrelevanten Themen

 

  1. Teilnahme bzw. aktive Mitarbeit in schulischen Gremien wie der Schulkonferenz, der Gesamtelternkonferenz, Klassenkonferenzen und der Konferenz der Lehrkräfte

 

  1. Kooperation mit anderen wichtigen Partnern und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Hoppegarten wie:

 

  • der Schulsozialarbeit der P. J. Lenné Oberschule in Form von regelmäßigem Austausch und Abstimmung zu Bedarfen in der kommunalen Jugendarbeit (monatliche Netzwerkrunden und Treffen im Bedarfsfall)
  • der Sozialraum-AG der Gemeinde Hoppegarten zur gemeinsamen Entwicklung der Konzeption für die kommunale Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde
  • der Kita Schatztruhe in Form von Austausch im Bedarfsfall über spezielle Problemlagen von Kindern, die den Hort besuchen und deren spezifische Situationen die auch im Schulalltag zum Tragen kommen
  • der Jugendwerkstatt Hönow e.V., z.B. bei der Ausbildung von Schülern der Grundschule zu Konfliktlotsen
  • dem „Haus der Generationen
  • dem Fachbereich Bildung, Jugend und Sport der Gemeinde Hoppegarten, dem die sozialpädagogische Fachkraft fachlich und personell unterstellt ist
  • anderen Trägern von Schulsozialarbeit im Landkreis MOL und über die Landkreisgrenzen hinaus durch regelmäßige Fachtreffen und Austausch zu gemeinsamen Themen und Schwerpunkten

 

Um die Aufgaben der Sozialarbeit an der Schule fachlich und professionell bewältigen zu können, wurde die Fachkraft durch den Anstellungsträger mit folgenden wichtigen Kernaufgaben betraut:

 

  1. Planung, Organisation, Durchführung, Evaluation, Nachbereitung eigener und kooperativer Angebote
  2. Eigenständige zeitliche und inhaltliche Gestaltung der relevanten Arbeitsabläufe
  3. Eigenständige Festlegung der Präsenzzeiten in der Schule
  4. Festlegung von Verbindlichkeiten in Bezug auf eigene oder kooperative Angebote
  5. Akquisition von Mitteln (Finanzen, Materialien, Unterstützungsleistungen etc.)
  6. Eigenständige Planung der Weiterbildung und Qualifikation
  7. Entfaltung einer eigenen Öffentlichkeitsarbeit, bezogen auf die eigenen Angebote
  8. Selbständige Mitwirkung in den relevanten fachlichen bzw. fachpolitischen Gremien und Netzwerken, Mitwirkung an die Einrichtung oder den Sozialraum betreffenden planerischen Prozessen(u. a. Jugendhilfeplanung)
  9. Wahrnehmung bzw. Ausübung des Hausrechts in der Schule
  10. Analyse der vorhandenen Lebens- und Bedürfnislagen
  11. Selbständige Modifizierung vorhandener oder Entwicklung neuer Angebote

 

 

 

 

 

 

Erfolgsmerkmale der Schulsozialarbeit

 

  1. Inanspruchnahme der Angebote durch die Zielgruppen
  2. Identifikation der Kinder und Jugendlichen mit ihrer Schule
  3. Gelungene Übergänge in den Sek-I-Bereich
  4. Gewaltfreie und eigenständige Regelung von Konflikten durch die Schüler selbst
  5. Entwicklung von sichtbarer Eigeninitiative der Schüler
  6. Positive Rückmeldung der Schüler, Eltern, Lehrer und des Anstellungsträgers

 

 

Zielstellungen und Entwicklungspotentiale

 

Im Hinblick auf steigende Schülerzahlen an der Gebrüder-Grimm-Grundschule, ist davon auszugehen, dass auch die Anzahl der SchülerInnen mit sozialen Problemlagen zunehmen wird. Darauf wird die Schulsozialarbeit, entsprechend ihren Aufgaben, mit einer Anpassung der Angebote reagieren müssen.

Die geplante Einführung der Inklusion von Schülern, ungeachtet ihrer individuellen Voraussetzungen oder ihrer aktuellen Lebenslagen, wird die Schulsozialarbeit und die Schule vor neue Herausforderungen stellen. Diese kann nur in enger Kooperation aller am Schulleben Beteiligten gemeistert werden. Für die Gebrüder-Grimm-Grundschule sind das in erster Linie Schule, Eltern, Schulsozialarbeit, Hort und Schulträger. In zweiter Linie können das Jugendämter, Beratungsstellen und andere Jugendhilfeträger der Region sein. Dies setzt voraus, dass eine gemeinsame und fachlich fundierte Konzeption zwischen Schule und Schulsozialarbeit entwickelt wird, in der sich möglichst alle Partner auf fachlicher Augenhöhe begegnen können und die geprägt ist von gegenseitigem Respekt vor der jeweils anderen Profession. Nur so kann die Arbeit den Ansprüchen aller Beteiligten gerecht werden.

 

Kooperation ist eine gegenseitige Akzeptanz der Aufträge, Ziele und Methoden sowie eine konstruktive Offenheit der beteiligten Systeme.

 

Konkrete Ziele für die Zukunft sind:

 

  • Entwicklung einer gemeinsamen Konzeption zwischen Schule und Schulsozialarbeit
  • Ausbau der Wochenarbeitszeit der Schulsozialarbeit
  • noch stärkere Einbeziehung der Schulsozialarbeit in den schulischen Alltag

 

 

[1] Schulbedarfsplanung der Gemeinde Hoppegarten 2013-2017,